Internet-TV am Fernseher: Die neusten Entwicklungen

Die Lieblingswebserien bequem auf der Couch sehen, Spielfilme aus dem Netz bequem mit der Fernbedinung steuern – das wäre mal ein Fortschritt.

Die bisherigen WebTV-Portale kranken neben dem noch teilweise recht begrenzten Angebot vor allem daran, dass ihre Nutzung komplizierter ist als herkömmliches Fernsehen.

Sich mühsam durchs Netz klicken auf der Suche nach neuen Videos, mag für Geeks okay sein, die meisten Zuschauer werden WebTV erst als Alternative zum altbekannten TV akzeptieren, wenn es auch genauso funktioniert. Entspannt mit der Fernbedienung in der Hand und bereit zum Abschalten nach einem langen Arbeitstag.

Ein wichtiger Evolutionsschritt für alle Arten von WebTV wird deshalb eine Verbesserung der Bedingungen sein, wie man WebTV konsumieren kann.

Hundertprotzentige Lösungen gibt es noch nicht, aber es tut sich einiges.

Set-Top-Boxen

Roku

In Amerika ist gerade die neue Set-Top-Box von Roku auf den Markt gekommen. Für 99 Dollar bekommt man einen HD-Player mit eingebauten Wi-Fi der sowohl auf diverse Video-On-Demand-Angebote zugreifen kann (wie Netflix und amazon video-on-demand) wie auch auf kostenlose Webserien Portale wie blip.tv. Die Einbindung von weiteren Portalen ist in Planung.

In Deutschland gibt es in erster Linie Apple TV. Die Set-Top-Box kostet aber zur Zeit 269 Euro. Dank einem Update kann man damit mittlerweile nicht nur auf den iTunes-Store zugreifen, sondern auch auf YouTube.

Darüber hinaus gibt es natürlich auch die Möglichkeit mit den Spielekonsolen Xbox 360 und der PlayStation 3 auf “herkömmlichen Weg” ins Internet zu gehen.

Fernseher mit Internetverbindung

NetTV01

Es gibt mittlerweile einige Fernseher, die die Fähigkeit ins Internet zu gehen und auch auf ausgewählte Portale zuzugreifen, vom Werk ab mitbringen.

Mit der Begrifflichkeit, wie man dieses Feature eigentlich nennt, gibt es noch keine klare Linie, jeder Hersteller hat hier seine eigene Wortschöpfung. Bei Philips heißt es beispielsweise Net-TV.

Mit Philips 32PFL9604H/12 kann mit einem vorinstallierten Opera-Browser auf herkömmlichem Wege im Internet surfen. Darüber hinaus kann man in einem einfachen Menü auf optimierte Web-TV-Angebote von Partnerangeboten zurückgreifen, zum jetzigen Zeitpunkt beispielsweise tagesschau.de, kicker online oder YouTube. Auch TV Movie hat bereits einen eigenen Kanal mit den Filmtipps der Redaktion auf internetfähigen Philips-TVs.

Konkurrenz zum Net-TV kommt aus dem Hause Panasonic. Da nennt sich das ganze Viera Cast. Ähnlich wie bei Philips bieten die Geräte mit Viera Cast über Widgets die Möglichkeit aufbereitete Inhalte aus dem Netz mit wenigen Knopfdrücken abzurufen. Beispielsweise die aktuellen Clips der Tagesschau oder YouTube. So richtig groß scheint die Auswahl aber noch nicht zu sein.

Bei Samsung spricht man von Internet@TV. Internet@TV ist mit beispielsweise mit dem Modell Samsung UE 32 B 7000 verfügbar. Ebenfalls über Widgets kann man auf verschiedene Dienst zugreifen, allen voran das immer präsente YouTube.

Fazit

Wirklich perfekt ist noch keins der Angebote, die derzeit in Deutschland auf dem Markt sind. Apple TV ist vielleicht noch die beste Lösung zur Zeit, vor allem wenn man bereits einen HD-Fernseher besitzt und kein neues Fernsehgerät kaufen möchte.

Gerade bei den internetfähigen Fernsehern wäre es wünschenswert wenn in der Zukunft noch mehr Angebote zur Verfügung stehen würden – neben dem obligatorischen YouTube.

Auch mit der Begrifflichkeit sollte man eine gemeinsame Linie finden, um es für dem Endverbraucher leichter zu machen, sich einen Überblick über die einzelnen Angebote zu verschaffen.




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