Webserie: Sonderagentin Emma Stahl sucht Sponsoren

Emma Stahl, Sonderagentin der europäischen Polizeieinheit EuForce, kämpft gegen das organisierte Verbrechen in Europa, allen voran gegen die Russenmafia. Das alles in einer Webserie mit elf Folgen.

Doch bis es soweit ist sind die Macher der Serie auf Unterstützung angewiesen. “Emma Stahl” wird durch Crowdfunding produziert. Wer den Stoff interessant findet, spendet und finanziert damit die Herstellung
des Films.

»Der Vorteil von Crowdfunding ist, daß wir bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Entwicklung Geld zur Verfügung hatten«, erklärt Produzentin Sandra Uredat auf meine Rückfrage, warum man sich für diese Art der Finanzierung entschieden hat.

»Normalerweise ist das die Zeit in der man als Produzent erstmal in Vorlage gehen muß. Wenn man fürs Fernsehen produziert ist das in der Regel kein Problem, da man ja später vom Sender bezahlt wird. Im Internet ist der Geldrückfluß aber eine eher unsichere Sache. Wenn 1000 Leute je 10 Euro spenden, ist das für jeden einzelnen ein überschaubares Risiko.«

Wer mindestens 10 € spendet kann die Serie schon vor der kostenlosen Veröffentlichung im Web sehen. Wer 50 € spendet kann die Episoden sogar vor dem letzten Schnitt sehen und den Filmemachern ein Feedback abgeben.

Sieht man sich die Lebensläufe der Beteiligten an, fällt auf, dass sie allesamt schon Erfahrung beim Fernsehen gesammelt haben. »Gerade weil wir alle schon eine Weile in der Branche arbeiten, haben wir uns diesmal bewußt fürs Internet entschieden«, sagt Sandra Uredat.

»Um als Produzent oder Drehbuchautor in Deutschland eine Idee bis zur Produktion durchzubringen vergehen Jahre. In der Regel bleibt von der eigenen Idee nach der hundertsten Redaktionssitzung eh nicht mehr viel übrig, falls sie einem die Idee nicht einfach ganz klauen und mit einer befreundeten Produktionsfirma herstellen. Die öffentlich-rechtlichen Sender sind völlig erstarrt in ihren Strukturen und die Privaten fahren ihre Eigenproduktionen immer weiter zurück. Im Gegensatz zu den USA, wo Webserien von Berufsanfängern zum Einstieg genutzt werden, sind Webserien hier die Möglichkeit zum Ausstieg aus einem, vor allem für junge Leute, frustrierenden System.«

Spenden kann man auf der Webseite emmastahl.tv per PayPal abgeben.

Ein Gedanke zu „Webserie: Sonderagentin Emma Stahl sucht Sponsoren

  1. Hm, drei Drehbuchautoren (Sarah Esser, Therese Berg, Bernhard Zunkel) haben das die Firma entnervt verlassen. Ob da nochmal was kommt?

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