25. Mai 2010 • WebTV
Man könnte man meinen, Ridley Scott investierte mittlerweile mehr Energie in die Unterstützung von filmtheoretischen Experimenten, als in seine eigenen Filmprojekte.
Letztes Jahr hatte er bereits das futuristische Webserien-Konzept Purefold (das mittlerweile klein bei gegeben hat) unterstützt. Jetzt hat er zusammen mit dem Elektrogeräte-Hersteller Philips den Filmwettbewerb “Parallel Lines” ins Leben gerufen.
Der Clou: Den Nachwuchsfilmern sind sechs Zeilen Dialog vorgegeben, an die sie sich akribisch halten müssen. Wie diese aber umgesetzt werden, dass ist jedem Regisseur selbst überlassen.
Was ist das?
Es ist ein Einhorn.
Noch nie eins von so nah gesehen.
Wunderschön.
Hau ab! Hau ab!
Es tut mir Leid.
Wie man sieht wurde der Dialog so gewählt, dass es hundert Millionen verschiedene Interpretationsmöglichkeiten dazu gibt. Ein interessantes Projekt.
Zum Start der Kampagne haben außerdem fünf Regisseure, die für Scotts Produktionsfirma RSA arbeiten, ihre Versionen des Dialogs als Filme umgesetzt, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Im Folgenden die fünf professionellen Filme. Leider hat Philips die Filme in ein Bild ihres 21:9 Megabreitbild-Fernsehers gestanzt, was das Filmvergnügen etwas dämpft.
Die aufwendige Variante
Die poetische Variante
Die skurrile Variante
Die bunte Variante
Die kryptische Variante
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