Daniel Benjamin TV

Daniel Benjamin ist schon seit ungefähr 300 Jahren der größte unentdeckte Geheim-Tipp der deutschen Indiemusik-Szene. Mittlerweile hat er es zum Plattenvertrag bei Haldern Pop gebracht, und erst kürzlich zum Vorprogramm von Whitney Houston (!). Jetzt folgt der nächste Schlag. Am Freitag startet DB TV, seinen eigene WebTV-Show.

Was den Zuschauer erwartet wollte ich wissen und habe mal beim Meister nachgefragt. Ob ich jetzt schlauer bin? Keine Ahnung. Aber lest selbst:

Daniel Benjamin TV. Was haben wir uns darunter vorzustellen?

Daniel Benjamin: Die erste Staffel wird ganz nach dem Motto “good news tv”. Keine bad news und das alles aus einem muffigen Wohnzimmer.

Natürlich mit viel Musik und Infos von und mit Daniel Benjamin.

Wie siehts aus mit den neuem Folgen? Wird das ne regelmäßige Sache und wie lang werden die Episoden? Darf man sich das als Show-Format vorstellen, oder wie?

Daniel Benjamin: Man kann wohl am ehesten sagen, dass es eine News-Manipulations-Sendung ist, ein bißchen mehr Wahrheitsgehalt als seine große Schwester, die tagesschau, allerdings schon.

Die Länge ist unterschiedlich, je nachdem aber immer so fünf bis zehn Minuten, nichts zeitraubendes, geballte Spannung!

Jeden Freitag Morgen wirds hochgeladen und wird dann natürlich auch archiviert, für die, die es nicht pünktlich und jede Woche schaffen.

Es fällt auf das du gerne mal selbst zur Kamera greifst oder zumindest immer eigene Ideen einbringst, wenn mal jemand anders für dich ein Video dreht.

Siehst du dich eigentlich so als Universal-Künstler-Genie, oder bist du einfach nur ein heilloser Filmfreak?

Daniel Benjamin: Ich muss, ich muss! Ich kann gar nicht anders. Es muss raus!

Wie gehst du technisch an die Sendung ran, wie setzt du das alles um?

Daniel Benjamin: Quantität statt Qualität, technisch gesehen. Eine Kamera, ein bis zwei Shareware-Schneideprogramme, das muss reichen. Und trotzdem, oder gerade deshalb, ist es die beste Fernsehsendung seit Seinfeld.

Das freut mich zu hören. Seinfeld ist ja auch kein schlechter Maßstab.

Aber zurück zur Theorie: Die Fernsehgewohnheiten haben sich ziemlich geändert seit das Internet laufen gelernt hat. Was ist denn deine Meinung zum Internet-TV-Boom?

Daniel Benjamin: Meine Meinung ist, dass die wenigen Leute mit den wirklich guten Ideen sich durchsetzen, egal auf welcher Plattform.

Das einzige Problem ist die “kulturelle Erziehung” der Zuschauer. Durch je mehr Scheiße sie sich arbeiten müssen, desto eher geben sie sich mit Pseudo-Kreativität zufrieden. Heutzutage ist ja Kreativität Mainstream geworden und da versuchen plötzlich Menschen kreativ zu sein, die von Grund auf gar nicht kreativ sind, nur, weil sie denken das kommt gut an.

Sie vergessen, dass man Kreativität nicht erlernen kann, sondern in den Genen hat oder eben nicht. Und wenn solche Leute dann anfangen, das zu professionalisieren, fängt die Inflation der Kultur an.

Und nun die Knallerfrage, die eigentlich gar nichts mit dem Thema zu tun hat: Du warst gerade im Vorprogramm von Whitney Houston, oder was?

Webmärchen oder Wahrheit, und wenn ja wie wars?

Daniel Benjamin: Klar, vier Konzerte, Leipzig, Wien, München und Stuttgart. War eine tolle Erfahrung. Von ausgebuht werden, bis es zu schaffen, 7000 Menschen bei einem ruhigen Song zum Schweigen zu bringen war alles dabei.

Danke fürs Interview!

Die erste Show von DB tv geht am 25. Juni auf Sendung. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

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