Tagesgeschehen

Deutschland. Deine Künstler: Christoph Schlingensief

Aus aktuellem, tragischem, Anlass.

ARD-Doku über Christoph Schlingensief von 2009.

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Die Krake hatte recht. Macht nix.

Die Krake sollte recht behalten.

In England gab es Stimmen, die sich die Krake für einen Posten als Moderator im Sportfernsehen wünschen. Warum nicht. Kraken haben neun Gehirne. Außerdem labern sie nicht so viel wie menschliche Moderatoren.

2006 flog Deutschland im Halbfinale raus. Damals sagten die Moderatoren, »macht nix, Deutschland hat endlich wieder tollen Fussball gespielt, die Mannschaft hat dazu gelernt. Das stärkt. Wenn man nur bedenkt, was diese Mannschaft in der Zukunft erreichen kann.«

2010 flog Deutschland im Halbfinale raus. Diesmal sagten die Moderatoren, »macht nix, Deutschland hat endlich wieder tollen Fussball gespielt, die Mannschaft hat dazu gelernt. Das stärkt. Wenn man nur bedenkt, was diese Mannschaft in der Zukunft erreichen kann.«

Müller entgegnete: »Davon können wir uns jetzt auch nix kaufen.« Und: »Das wurde 2006 auch schon gesagt.«

2002 war Deutschland übrigens noch bis ins Finale gekommen bei der WM. Das hatten die Moderatoren 2006 nur vergessen. Macht nix, sage ich. Deutschland hat tatsächlich gezeigt, dass es tollen Fussball spielen kann. Schon 2006, und 2010 noch mal. Man kann stolz sein auf die Jungs.

An 2002 kann ich mich nicht mehr so genau erinnern. Tauge also auch nicht zu einer neuen Generation von Fussball-Moderatoren. Macht nix. Wir haben ja immer noch die Krake.

Und in zwei Jahren die nächste Europameisterschaft. Spanien kann auch nicht immer gewinnen.

11FREUNDE Videobeweis WM Spezial

Kaiser Köhler dankt ab.

Die Zeit widmet die Titelgeschichte ihrer aktuellen Ausgabe – selbstverständlich – dem Rücktritt Horst Köhlers. Die Kommentare fallen wenig begeistert aus. Auch das ist selbstverständlich.

Tja, Leute. Nicht weinen. Hätte ihr Köhler mal rechtzeitig zum Kaiser auf Lebenszeit gekrönt – wie ich es schon im Juni 2008 vorgeschlagen habe – wäre das alles nicht passiert.

;)

Eurovision Nachlese

Es ist immer wieder herrlich: In einem Jahr gewinnt einer mit einem (zugegeben guten) Musicalsong. Im nächsten Jahr schicken 2/3 der Länder den bekanntesten Musicalsänger der Nation mit (grottenschlechten) Musicalnummern ins Rennen.

Die Schule an der der Gewinner vom letzten Jahr studiert hat, wird in Norwegen übrigens schon Grand-Prix-Schule genannt, weil der diesjährige norwegische Kandidat auch dort her kommt. Und mit 1,0 abgeschlossen hat!

Zum Erfolg seiner Aufführung hat die gute Note nicht beigetragen.

oslog.tv

Der beste Beitrag aus der Blogwelt zum diesjähring Grand Prix ist natürlich der Videoblog oslog.tv von Lukas Heinser und Stefan Niggemeier.

Endlich kann man als daheimgebliebener einen Blick hinter die Kulissen des Grand-Prix-Zirkus werfen, jenseits dem was man sonst bei RTL zu sehen bekommt.

Danke dafür. Nächstes Jahr gerne wieder …

Lena

Über Lena wollte ich eigentlich auch noch was geistreiches schreiben, aber René trifft das so gut in seinen Ausführungen, da kann ich nichts mehr hinzufügen. Er ist ja nicht der einzige, der auf Underground-Sau macht.

Auch schön, das Sinatra-Zitat, dass er auspackt: „It’s the singer, not the Song.“

Stichwort Song. Der war ja eigentlich von den Komponisten ganz anders gemeint gewesen. In der Version von Jennifer Braun kann man das noch mal ganz gut sehen:

Ich bin wahrscheinlich nicht der einzige, der froh ist, dass Lena sich nicht an die Original-Komposition halten musste. Wobei: Ein bisschen wurde natürlich auch hierüber im Vorfeld gemeckert.

Zum Beispiel vom Komponisten Klaus Kauker, der auf YouTube (sehr erfolgreich) Lenas Version mit der Originalversion vergleicht und zu dem Schluss kam, dass die Version für Lena, wahrscheinlich mal eben in der Mittagspause umgearbeitet wurde:

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