10. Mai 2012 • Popkultur
Tags: bret easten ellis, crowdfunding, Spielfilm
Jetzt springen sogar schon Paul Schrader und Bret Easton Ellis auf den Crowdfunding-Zug auf und versuchen über Kickstarter Geld für ihren neuen gemeinsamen Independent-Thriller The Canyons zu sammeln. Allerdings sollen die 100.000-Dollar, die sie mit der Kampagne erreichen wollen, nicht den kompletten Film bezahlen …
Hier geht’s zur Kickstarter-Seite.
Via 5 Filmfreunde
10. April 2012 • Webserie
Tags: crowdfunding, Webserie, Ze Frank
Webstar Ze Frank wollte 50.000 Dollar per Crowdfunding sammeln, um seine the show with zefrank wiederzubeleben. Letztendlich hat er knapp 150.000 Dollar zusammenbekommen.
Doch wer ist eigentlich Ze Frank, und was ist das für eine “Show”, die er da macht? Ehrlich gesagt: Keine Ahnung. Irgendwie habe ich die erste Staffel komplett verschlaffen. Aber laut Johnny Haeusler von Spreeblick ist Ze Frank “Einer der wunderbarsten Charaktere, den das Netz je hervorgebracht hat”. Und das reicht mir erst mal als Empfehlung.
Mehr Infos: ashow.zefrank.com
14. Juni 2011 • Popkultur, WebTV
Tags: crowdfunding, Erotik, Hotel Desire, Iron Sky, Papa Gold, Sex, Spielfilm
In den letzten Tagen war überall in der Presse von “Crowdfunding” im Spielfilmbereich zu lesen. Verständlich: Wenn teamworx ankündigt einen Erotikfilm mit namhaften Schauspielern zu produzieren, dann ist das ein Zug bei dem Medien wie Bild oder Spiegel gerne aufspringen.
Aber ist die Zeit schon reif für Crowdfunding von Filmen in Deutschland? Und können auch unbekannte Nachwuchsfilmer davon profitieren, oder braucht es Star-Unterstützung und nackte Haut, um überhaupt wahrgenommen zu werden – wie bei Hotel Desire?
Heute berichteten die Macher von Iron Sky (Energia Productions) davon wie ihr Versuch ausgegangen ist, das Loch von 300.000 Euro in ihrem Budget (Gesamtbudget 7,5 Millionen Euro) durch crowdfunding zu stopfen. Zusammengekommen sind am Ende etwas mehr als 10.000 Euro. Dabei haben Energia Productions durch ihren Erfolgsfilm Star Wreck auf der ganzen Welt zahlreiche Fans.
Als Problem nennen sie vor allem drei Punkte:
- der Film war schon fertig gedreht, es ging nur darum Löcher in der Post-Produktion zu stopfen
(Zuschauer wollen Geld geben damit ein Projekt überhaupt erst gestartet werden kann. Ist der Film “bereits gedreht”, wirkt es für normale Zuschauer so, als wäre die wichtigste Arbeit schon getan.)
- Das Ziel war mit 300.000 Euro zu hoch gesteckt
- Sie haben zu viele verschiedene Crowdfunding-Plattformen genutzt, was Nutzer eher verwirrt hat
Durch nackte Tatsachen zum Ziel?
Bei Hotel Desire verlassen sich die Filmemacher auf keine der zahlreichen Crowdfunding-Portale die überall aus dem Boden schießen, sondern ermöglichen Spenden und Finanzierungen nur über die eigene Webseite.
Die Anreize für die Unterstützer sind gut gewählt: Schon ab 5 Euro erhält man einen Streaming-Gutschein für den fertigen Film. Auch eine lustige Idee: Desto höher der Spendenbalken geht, umso mehr Drehbuchkapitel werden freigeschaltet. Es passiert also immer etwas Neues auf der Homepage, auch wenn man immer wieder mal vorbei schaut.
Das Thema Kunstporno ist für einen Film, der im Web entstehen und gezeigt werden soll, sicherlich günstig gewählt. Das Projekt ist auch sehr ambitioniert, und macht einen rundum viel versprechenden Eindruck. Allerdings ist die angesetzte Summe von 170.000 Euro sehr hoch. Als Ziel für die Finanzierung hat man sich 80 Tage gesetzt. Trotz zahlreicher Medienartikel ab Tag 1, kamen bisher im Durchschnitt etwa 1.000 Euro am Tag zusammen. Hier muss also noch etwas passieren, da bei gleichbleibenden Tempo nur die Hälfte der Summe zusammenkommen würde. Es bleibt also spannend, ob das Projekt überhaupt zustande kommt.
Papa Gold – Trailer 2011 from faunafink on Vimeo.
Und sonst so? Wenn man durch die zahlreichen Crowdfunding-Angebote surft, findet man zahlreiche ambitionierte Nachwuchsfilm-Projekte. Erfolgreich in der Finanzierung sind die wenigsten, wie auch in anderen Crowdfunding-Kategorien in Deutschland wenig erfolgreiche Projekte zu finden sind. Auch wirkt das große Angebot an Plattformen auf mich eher unübersichtlich. Statt einem Überangebot sollte man sich vielleicht lieber zu einem großen Portal zusammenschließen, um leichter die Nutzerströme zu kanalisieren.
Ein Projekt, dass mir bei der Recherche ins Auge gefallen ist, und dass ich gerade unterstützt habe, ist Papa Gold. Was hat Regisseur und Hauptdarsteller Tom Lass richtig gemacht, um meine Aufmerksamkeit zu gewinnen? Er hat ein Trailer zu seiner Projekt-Präsentation dazugestellt, der mich überzeugt hat. Grundsätzlich sicherlich nicht unerheblich: Als Nachwuchsfilmer sollte man den möglichen Investoren und Unterstützern ein hochwertigen Filmclip bieten (vielleicht auch eine Beispielszene aus dem Film), der zeigt, wie der Film später mal aussehen könnte.
Ach ja. Und was Tom Lass natürlich auch richtig gemacht hat, um Aufmerksamkeit zu wecken: Er hat das Wort SEX in der Projektbeschreibung in Großbuchstaben geschrieben. Das zieht halt doch immer.
23. April 2010 • 1 Kommentar Webserie
Tags: crowdfunding, Emma Stahl, Fernsehtheorie
Emma Stahl, Sonderagentin der europäischen Polizeieinheit EuForce, kämpft gegen das organisierte Verbrechen in Europa, allen voran gegen die Russenmafia. Das alles in einer Webserie mit elf Folgen.
Doch bis es soweit ist sind die Macher der Serie auf Unterstützung angewiesen. “Emma Stahl” wird durch Crowdfunding produziert. Wer den Stoff interessant findet, spendet und finanziert damit die Herstellung
des Films.
»Der Vorteil von Crowdfunding ist, daß wir bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Entwicklung Geld zur Verfügung hatten«, erklärt Produzentin Sandra Uredat auf meine Rückfrage, warum man sich für diese Art der Finanzierung entschieden hat.
»Normalerweise ist das die Zeit in der man als Produzent erstmal in Vorlage gehen muß. Wenn man fürs Fernsehen produziert ist das in der Regel kein Problem, da man ja später vom Sender bezahlt wird. Im Internet ist der Geldrückfluß aber eine eher unsichere Sache. Wenn 1000 Leute je 10 Euro spenden, ist das für jeden einzelnen ein überschaubares Risiko.«
Wer mindestens 10 € spendet kann die Serie schon vor der kostenlosen Veröffentlichung im Web sehen. Wer 50 € spendet kann die Episoden sogar vor dem letzten Schnitt sehen und den Filmemachern ein Feedback abgeben.
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