23. April 2010 • 1 Kommentar Webserie
Tags: crowdfunding, Emma Stahl, Fernsehtheorie
Emma Stahl, Sonderagentin der europäischen Polizeieinheit EuForce, kämpft gegen das organisierte Verbrechen in Europa, allen voran gegen die Russenmafia. Das alles in einer Webserie mit elf Folgen.
Doch bis es soweit ist sind die Macher der Serie auf Unterstützung angewiesen. “Emma Stahl” wird durch Crowdfunding produziert. Wer den Stoff interessant findet, spendet und finanziert damit die Herstellung
des Films.
»Der Vorteil von Crowdfunding ist, daß wir bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Entwicklung Geld zur Verfügung hatten«, erklärt Produzentin Sandra Uredat auf meine Rückfrage, warum man sich für diese Art der Finanzierung entschieden hat.
»Normalerweise ist das die Zeit in der man als Produzent erstmal in Vorlage gehen muß. Wenn man fürs Fernsehen produziert ist das in der Regel kein Problem, da man ja später vom Sender bezahlt wird. Im Internet ist der Geldrückfluß aber eine eher unsichere Sache. Wenn 1000 Leute je 10 Euro spenden, ist das für jeden einzelnen ein überschaubares Risiko.«
Wer mindestens 10 € spendet kann die Serie schon vor der kostenlosen Veröffentlichung im Web sehen. Wer 50 € spendet kann die Episoden sogar vor dem letzten Schnitt sehen und den Filmemachern ein Feedback abgeben.
12. Oktober 2009 • 1 Kommentar Webserie
Tags: Diskussion, Fernsehtheorie, Webserie, WebTV
Eine Diskussion zwischen Armando Gutíerrez, Betreiber des Blogs Webseries and Internet Television und Mitarbeiter bei Jakun Media, die Webserien produzieren und lizensieren, und Daniel Morawek vom metropolog, der ab und an auch eigene Filme dreht. Ein Schlagabtausch zwischen Produzentenseite und Kreativenmeinung sozusagen…
Armando: Um mal die Diskussion in Gang zu bringen: Momentan sind Webserien noch ziemlich unbekannt. Was meinst du, ob sie auch weiterhin unbeachtet bleiben werden, solange bis sie es ins Fernsehen schaffen oder Ableger von Filmen und Fernsehserien werden?
Daniel: Das glaube ich so jetzt auch nicht. Webserien sind noch nicht sonderlich bekannt in Deutschland, das stimmt. Die Spin-Off-Geschichte gibt es bisher ja nur in den USA. Zum Beispiel bei Lost, Battlestar Galactica und bald auch für Monk.
20. Mai 2009 • WebTV
Tags: Fernsehtheorie

Filmemacher Steven Soderbergh veröffentlichte seinen Film “Bubble” im Jahr 2005 zeitgleich im Kino und auf DVD. Diesmal geht er noch einen Schritt weiter: Sein neuer Low-Budget-Film “The Girlfriend Experience” ist in den USA bereits drei Wochen vor dem Kinostart als Leihversion bei Amazon Video On Demand erschienen. Diese Nachricht ist in der Berichterstattung etwas untergeganen – dank der Tatsache, dass die Hauptrolle in dem Film über ein Edel-Callgirl (indem übrigens keine einzige Sexszene vorkommt) von Pornostar Sasha Grey gespielt wird, und die Medien sich gerne auf Interviews mit Grey und auf das zeigen von Fotos aus ihren anderen Filmen beschränken.
In den wenigen Interviews zu dem Film, die man mit dem Soderbergh findet, wird er nur gefragt wie es war mit Grey zu drehen. Aber wie dem auch sei, die Entscheidung, den Film zuerst Online zu vermarkten, ist ein interessanter Schritt. Wir werden sehen, wo das hinführt, und ob Kino irgendwann nur noch ein Nischending für Retrofreaks werden wird.
Wird das die Zukunft?
8. Mai 2009 • 1 Kommentar WebTV
Tags: Fernsehtheorie

Boris Becker möchte wieder einmal “Vorreiter” sein und hat “das erste personalisierte Web-TV” gegründet. Was auch immer das genau sein soll.
Hier ein Bericht in der SZ. Und hier geht es zu boris-becker.tv.
17. April 2009 • WebTV
Tags: Fernsehtheorie, Kurzfilm

Seit gestern gibt es im deutschen iTunes-Store auch Kinofilme zu kaufen und zu leihen. Die Preise für die Leihfilme liegen zwischen 1,99€ und 2,99€ – und bei 99 Cent für den jeweiligen Film der Woche, in diesem Fall »Hitch – Der Date Doktor«. Wenn das so weiter geht, wird Video-on-demand vielleicht wirklich bald eine ernstzunehmende Angelegenheit_
Eine weitere Neuerung im Store ist das ausgebaute Kurzfilm-Programm, bis jetzt gab es ja immer nur eine handvoll Pixar-Filmchen zu kaufen. Bleibt die spannende Frage, wie viele Menschen tatsächlich für 1,99€ 15-Minuten-Filme kaufen – es könnte aber in der Tat ein sinnvolles Vermarktungskonzept für Kurzfilme von Nachwuchsfilmern werden. Die hatten bisher wenig Möglichkeiten ihre Werke kommerziell auszuwerten, während die Cineasten es oft schwer hatten an die Filme ranzukommen.
Bei dem gerade oscarprämierten deutschen Film »Spielzeugland« ist das anders. Den gibt es nämlich schon jetzt bei iTunes_
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