Posts Tagged ‘Spanien’

Ab heute im Kino: Zerrissene Umarmungen

Ab heute läuft Almodóvars neuer Film in den deutschen Kinos an. Ich hatte die Freude ihn schon an Ostern in Madrid im Kino sehen zu können. Hier geht es zu meiner Rezenssion.

Beibi Beni: Spanische “Text-Vergewaltigung” von “In the Ghetto”

Hat man sowas schon gesehen: Der spanische Sängers El Príncipe Gitano versucht sich an einer Coverversion des Elvis Pesley Hits In the Ghetto. Vielleicht sollte er es in Zukunft besser lassen. Zum besseren Verständnis dessen was er singt (oder versucht zu singen) ist der Originaltext in Untertiteln angegeben.

Es ist unglaublich mit welcher Inbrunst El Príncipe das Lied singt – man könnte fast meinen, er hätte den Text selbst geschrieben, so locker haut er uns die Worte um die Ohren, ein Beispiel:

“Beibi Beni Charlis Gonis In De Gueto”
(Original: A poor little baby child is born in the ghetto)

Pipolyoun ondetaim dechili jil bijain
(Original: People, don’t you understand the child needs a helping hand)

Tuqueloqueyù anmi, agüeichu blai chu si, degüi simpli tenangüen an glurde ondegüei
(Original: Take a look at you and me, are we too blind to see, do we simply turn our heads and look the other way)

In dem Clip unten wurde es noch etwas genauer aufgedröselt: In der mittleren Zeile der englische Originaltext, in der obersten Zeile steht die Textinterpretation des Sängers, unten die Übersetzung des Originaltextes ins Spanische. Und das Unglaubliche – er versucht tatsächlich das englische Original nachzusingen!

Filmkritik – Almodóvars Zerrissene Umarmungen

Heute geht es einmal Off-Topic um einen Film den ich vor einigen Wochen analog in Madrid im Kino gesehen habe und der erst im August in Deutschland in die Filmtheater kommt. Zerrissene Umarmungen / Los Abrazos Rotos von Pedro Almodóvar.

Pressetext: Schon beim Casting für seinen neuesten Film verliebt sich der junge Regisseur Mateo Blanco (Lluís Homar) leidenschaftlich in die wunderschöne Hauptdarstellerin Lena (Penélope Cruz). Eine gefährliche Leidenschaft, denn Lena ist mit einem Bankier verheiratet, der jeden ihrer Schritte argwöhnisch überwachen lässt. Und auch Mateos treue Assistentin Judit reagiert eifersüchtig. Die Lage spitzt sich bei den Dreharbeiten immer weiter zu und gipfelt in einem tragischen Autounfall, bei dem Lena ihr Leben und Mateo sein Augenlicht verliert… 14 Jahre später führt Mateo unter neuer Identität ein ruhiges Leben als Autor und scheint seine Vergangenheit erfolgreich verdrängt zu haben. Als er aber nach einem Unfall seines Sohnes an dessen Krankenbett wachen muss, beginnt er sich plötzlich zu erinnern – und zu erzählen…

Der Bankier ist nicht nur mit Lena verheiratet, sondern finanziert auch Matteos Film “Frauen und Koffer” (der sehr stark an Almodòvars ersten Welthit erinnert: Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“). Er sorgt dafür, dass seine Frau die Hauptrolle bekommt. Dieses Szenario erinnert ans echte Leben, genauer gesagt an Almodóvars Film “Das Kloster zum heiligen Wahnsinn” aus dem Jahr 1983, der ebenfalls von einem Multimillionär finanziert wurde. Dieser hatte eine Filmproduktionsfirma gegründet, eigens um seine Frau bei Laune zu halten, die damit drohte ihn zu verlassen. Und die dann auch die Hauptrolle in dem Film bekam. Aber das nur am Rande…

weiterlesen »

Neuste Kommentare

  • gustav: “Und auch Hitler ist wenig erfreut” das passt als...
  • Kalle: Auf http://partysan.net/global-new s/speaking-in-code/ gibts die Doku...
  • Platin: Hm, drei Drehbuchautoren (Sarah Esser, Therese Berg, Bernhard Zunkel)...
  • Frittenmeister: Hahaha, fantastisch! So einen Schreib brauch ich auch…
  • Lino: Glumm ist doch direkt mal abonniert. Danke :) P.S.: Butt-kicking Babes...