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Webserie: 52monologe

Marc Schaumburg ist mir schon durch seinen Indie-Lüdenscheid-Kinofilm Kleinstatthelden aufgefallen. Jetzt geht er mit einer neuen Webserie an den Start: 52monologe.de

Jede Woche wird eine neue Episode veröffentlicht, in der ein Thema mal von weiblicher Sicht, mal von männlicher, beleuchtet wird. Die Schauspieler, die in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen, sind immer die selben – Svenja Ingwersen und Jochen Wigand.

Und das sieht dann so aus:
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Der Webserien-Timer V 1.0

Schon länger habe ich die Idee, die aktuellsten Folgen der Webserien die ich momentan verfolge, hier auf die Seite einzubinden. Ich berichte ja oft nur einmal über eine Webserie. Dann wenn sie neu an den Start geht.

Aber eine Serie lebt natürlich von ihren immer neuen Episoden, und da den Überblick nicht zu verlieren ist gar nicht so einfach. Und dieses Blog hat schließlich den Anspruch dasselbe für WebTV und Webserien zu sein, wie die klassische Fernsehzeitung für die alte Flimmerkiste.

Deshalb habe ich jetzt mal eine erste Version eines „Webserien-Timers“ zusammengebastelt. Das funktioniert momentan noch recht simpel, also lose Sammlung von RSS-Feeds die ich in die rechte Spalte dieser Seite eingebunden habe.

Vielleicht kann ich das in Zukunft noch etwas ausbauen. Ein paar Ideen hätte ich noch. Und wer noch Vorschläge für Webserien hat, die unbedingt auf die Liste sollten, der kann sich natürlich gerne melden.

Was ist die Zukunft der Webserie?

Eine Diskussion zwischen Armando Gutíerrez, Betreiber des Blogs Webseries and Internet Television und Mitarbeiter bei Jakun Media, die Webserien produzieren und lizensieren, und Daniel Morawek vom metropolog, der ab und an auch eigene Filme dreht. Ein Schlagabtausch zwischen Produzentenseite und Kreativenmeinung sozusagen…

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Armando: Um mal die Diskussion in Gang zu bringen: Momentan sind Webserien noch ziemlich unbekannt. Was meinst du, ob sie auch weiterhin unbeachtet bleiben werden, solange bis sie es ins Fernsehen schaffen oder Ableger von Filmen und Fernsehserien werden?

Daniel: Das glaube ich so jetzt auch nicht. Webserien sind noch nicht sonderlich bekannt in Deutschland, das stimmt. Die Spin-Off-Geschichte gibt es bisher ja nur in den USA. Zum Beispiel bei Lost, Battlestar Galactica und bald auch für Monk.

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Die Webserie, die nicht Blade Runner war – Ein Interview mit “Purefold”-Produzent Tom Himpe

In den letzten Wochen hieß es in der Presse, Ridley Scott würde an einem Prequel zu Blade Runner arbeiten. Was nicht ganz der Wahrheit entspricht: Eigentlich handelt es sich um eine Webserie, die von den Themen aus Blade Runner inspiriert ist und von Ridley Scott unterstützt wird. Purefold heißt die Serie. metropolog sprach mit einem der Produzenten: Tom Himpe.

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metropolog: Überall in der Presse heißt es, Ridley Scott würde ein Blade Runner Prequel drehen. Aber das stimmt doch gar nicht?

Tom: Wir (Ag 8) entwerfen ein Online-Franchise, inspiriert durch die Themen aus dem Film Blade Runner, es ist aber kein Prequel zu Blade Runner. Das heißt, dass wir keine der Charaktere aus dem Film nutzen.

metropolog: Was ist den der eigentliche Part den Ridley Scott bei dem Projekt übernimmt?

Tom: Beide, sowohl Ridley und Tony Scott, unterstützen das Projekt und stehen ihm bei.

metropolog: Wie wird die Serie aussehen? Ich habe gelesen, dass die einzelnen Episoden miteinander verknüpft sein werden. Also wird es nicht nur einen Handlungsstrang geben?
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„Auch in Deutschland sind Genres möglich, die TV-Sender nicht mit der Kneifzange anpacken würden“

Die 2. Staffel der aufsehenerregenden deutschen Mystery-Serie „Dämmerung“ geht ihrem Ende zu. Höchste Zeit für ein paar Hintergrundinformationen: „metropolog“ sprach mit Martn Bondzio, der zum kreativen Team hinter der Serie gehört, über die Entstehung von „Dämmerung“, die Herausforderungen eine Webserie zu produzieren und neue Projekte.

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metropolog: „Dämmerung“ ist eine Mystery-Serie par Excellence. Allerdings ist Mystery ein Genre, an das sich in Deutschland seit Fritz Langs „Müden Tod“ im Jahre 1921 niemand mehr so richtig rangetraut hat. Wie seid ihr auf die Idee gekommen eine Mystery-Serie zu produzieren?

martn: Das Genre stand am Anfang unserer Überlegungen gar nicht so sehr im Mittelpunkt. Als ich mich mit drei anderen Kumpels im Sommer 2007 zusammensetzte, um zu besprechen was wir als nächstes drehen wollen, ging es in erster Linie um das Format. Einige wollten lieber einen Kurzfilm drehen, aber am Ende habe ich mich zusammen mit meinem Co-Produzenten/Co-Autoren Adrian Wolf durchgesetzt: Wir machen eine Serie für das Internet! Damals gab es noch kaum Webserien und die einzige deutsche Webserie die uns bekannt war, war „Sinister Bay“ aus Hamburg.

Wir wollten eine Webserie machen damit wir die Geschichte und die Figuren besser entwickeln können. Die Entscheidung was im Sci-Fi/Fantasy/Endzeit/Mystery-Genre zu machen kam dann recht automatisch. Wir wollten eine Serie machen die es nicht ins deutsche Fernsehen geschafft hätte, und zwar wegen der Thematik und nicht wegen der Qualität. Wir wollten zeigen, dass auch in Deutschland Genres möglich sind, die die TV-Sender nicht mit der Kneifzange anpacken würden. Natürlich kommt dazu noch meine recht hohe Affinität zum SciFi und Mystery-Genre.
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