WebTV

Kostenloser Spielfilm: Fall, Finally

Vom kanadischen Filmemacher Patrick Boivin hatte ich hier schon mal den Iron Man vs. Bruce Lee-Clip vorgestellt, er hat schon Musikvideos für Indochine und Iggy Pop gedreht, und auch sein auch Iron Baby Video hat man schon öfter gesehen.

Jetzt legt Boivin mit Enfin l’Automne (Fall, Finally) seinen ersten Spielfilm vor, den er ganz brav auch kostenlos bei YouTube veröffentlicht. Der Film ist knapp 70 Minuten lang und in französisch mit englischen Untertiteln …

Videoporträt: Der geheime Buchladen

There’s No Place Like Here: Brazenhead Books from Etsy on Vimeo.

Etsy porträtiert in wunderschönen Bildern einen geheimen Buchladen, der irgendwo in New York illegal von Michael Seidenberg betrieben wird.

Via clockworker.

Ex-Promis und Webserien = Flop?

Ja, Boris-Becker.tv. Das hatte ich ja schon total vergessen. Bis SPON mich in diesem Artikel über Ex-Stars, die mit ihren selbstproduzierten Webserien und Webportalen untergehen, wieder darin erinnert hat.

Da zeigt sich, dass selbst ein Mega-Budget (war damals nicht sogar von einem Millionen-Budget die Rede?) und eine Kooperation mit RTL und BILD und ein Name wie Boris Becker (der zumindest im Boulevard immer noch wunderbar funktioniert) nicht zwingend zum Erfolg führt.

Und über Gina-Lisas Welt bei myvideo brauchen wir gar nicht reden.

Dass es auch anders geht, zeigt in den USA Lisa Kudrow. Die hat sich nach dem Ende von Friends – anders als Ex-Ehefrau von Brad Pitt Jeniffer Aniston – unbeachtet von der Öffentlichkeit in Nebenrollen und B-Produktionen rumgeschlagen. Was ihre selbstproduzierte Webserie Web Therapy nicht davor bewahrte ein Mega-Erfolg beim US-Publikum zu werden.

Es ist also nicht grundsätzlich unmöglich als Ex-Promi im Web Erfolg zu haben. Allerdings sollte man in der eigenen Show die Inhalte nicht vergessen. Boris’ Videotagebuch Boris und Lillys Wochenrückblick war auf Dauer vielleicht doch zu langweilig.

Episches Musikvideo: Beastie Boys – Fight For Your Right (Revisited)

Wie war das noch mal damals, was die Beastie Boys 1986 in ihrem Fight-For-Your-Right-Video einem armen Appartment in New York angetan haben, als Mami und Papi mal nicht da waren? Besonders nett war es nicht, und irgendwann kam auch ein Vorschlaghammer ins Spiel …

Wie es am nächsten Morgen weiter ging, zeigt das Musikvideo / der Kurzfilm “Fight For Your Right (Revisited)” in dem die Boys pünktlich zum Release des neuen Albums aufdecken, war wirklich passiert ist. Zur Handlung braucht man nicht viel Worte verlieren, nur dass irgendwann ein DeLorean aus der Zukunft auftaucht. Was will man mehr?

Gespielt werden die Beastie Boys im Video übrigens von Seth Rogen, Elijah Wood und Danny McBride, bzw. ihre Gegenparts aus der Zukunft von John C. Reilly, Will Ferrell und Jack Black. In Gastrollen zu sehen sind unter anderem Stanley Tucci, Susan Sarandon, Steve Buscemi, Alicia Silverstone, Shannyn Sossamon, Kirsten Dunst und Orlando Bloom. Nun, das nenn’ ich mal einen Cast!

Werbung: Kevin Bacon spielt Kevin Bacons größten Fan

Kevin Bacon spielt Kevin Bacons größten Fan in diesem Werbe-Spot für die Google-TV-fähige Set-Top-Box Logitech Revue. Was sehr amüsant ist. Und überhaupt.

Ach ja: Die neue Box sieht auch nicht schlecht aus. Von wegen das Internet am Fernseher genießen und so. Da schadet ein bisschen mehr Auswahl an Geräten nicht. Von einem deutschen Veröffentlichungstermin habe ich aber noch nichts gesehen.

Via hirnfeuer.

Kurzfilm: Plot Device

Plot Device from Red Giant on Vimeo.

Was man alles in einem Vorgarten drehen kann … Nice.

Via.

Und für ambitionierte Nachwuchsfilmer nicht uninteressant. Das Making-Of zum Kurzfilm:

Red Giant TV Episode #57: Behind the Scenes of Plot Device from Red Giant on Vimeo.

Durchbruch für Video-On-Demand am TV: Lovefilm-Streams ab sofort auf Playstation 3

Heute gab der Kundendienst der Online-Viedothek Lovefilm bekannt, dass man Lovefilm-Streams ab sofort über die Playstation 3 abrufen kann. Damit ist mal wieder ein großer Schritt getan, um hochwertige Video-On-Demand-Angebote ohne großen Aufwand aus dem Internet auf dem heimischen Fernseher anzusehen.

Das Angebot umfasst wohl erst mal die 362 Filme, die man bei Lovefilm auch jetzt schon als kostenlose Streams im Zuge der meisten kostenpflichtigen Ausleihpakete rund-um-die Uhr abrufen kann. Doch das lässt sich sehen. Darunter sind Filme wie Fluch der Karibik, High Fidelity, Snatch, Spider-Man, Adams Äpfel, Almost Famous, Die fetten Jahre sind vorbei, Sonnenallee und Batman Begins.

Negativ stellt einen etwas längeren Artikel zum Thema bereit.

Heißes Thema: Crowdfunding für Spielfilme

In den letzten Tagen war überall in der Presse von “Crowdfunding” im Spielfilmbereich zu lesen. Verständlich: Wenn teamworx ankündigt einen Erotikfilm mit namhaften Schauspielern zu produzieren, dann ist das ein Zug bei dem Medien wie Bild oder Spiegel gerne aufspringen.

Aber ist die Zeit schon reif für Crowdfunding von Filmen in Deutschland? Und können auch unbekannte Nachwuchsfilmer davon profitieren, oder braucht es Star-Unterstützung und nackte Haut, um überhaupt wahrgenommen zu werden – wie bei Hotel Desire?

Heute berichteten die Macher von Iron Sky (Energia Productions) davon wie ihr Versuch ausgegangen ist, das Loch von 300.000 Euro in ihrem Budget (Gesamtbudget 7,5 Millionen Euro) durch crowdfunding zu stopfen. Zusammengekommen sind am Ende etwas mehr als 10.000 Euro. Dabei haben Energia Productions durch ihren Erfolgsfilm Star Wreck auf der ganzen Welt zahlreiche Fans.

Als Problem nennen sie vor allem drei Punkte:
- der Film war schon fertig gedreht, es ging nur darum Löcher in der Post-Produktion zu stopfen
(Zuschauer wollen Geld geben damit ein Projekt überhaupt erst gestartet werden kann. Ist der Film “bereits gedreht”, wirkt es für normale Zuschauer so, als wäre die wichtigste Arbeit schon getan.)
- Das Ziel war mit 300.000 Euro zu hoch gesteckt
- Sie haben zu viele verschiedene Crowdfunding-Plattformen genutzt, was Nutzer eher verwirrt hat

Durch nackte Tatsachen zum Ziel?

Bei Hotel Desire verlassen sich die Filmemacher auf keine der zahlreichen Crowdfunding-Portale die überall aus dem Boden schießen, sondern ermöglichen Spenden und Finanzierungen nur über die eigene Webseite.

Die Anreize für die Unterstützer sind gut gewählt: Schon ab 5 Euro erhält man einen Streaming-Gutschein für den fertigen Film. Auch eine lustige Idee: Desto höher der Spendenbalken geht, umso mehr Drehbuchkapitel werden freigeschaltet. Es passiert also immer etwas Neues auf der Homepage, auch wenn man immer wieder mal vorbei schaut.

Das Thema Kunstporno ist für einen Film, der im Web entstehen und gezeigt werden soll, sicherlich günstig gewählt. Das Projekt ist auch sehr ambitioniert, und macht einen rundum viel versprechenden Eindruck. Allerdings ist die angesetzte Summe von 170.000 Euro sehr hoch. Als Ziel für die Finanzierung hat man sich 80 Tage gesetzt. Trotz zahlreicher Medienartikel ab Tag 1, kamen bisher im Durchschnitt etwa 1.000 Euro am Tag zusammen. Hier muss also noch etwas passieren, da bei gleichbleibenden Tempo nur die Hälfte der Summe zusammenkommen würde. Es bleibt also spannend, ob das Projekt überhaupt zustande kommt.

Papa Gold – Trailer 2011 from faunafink on Vimeo.

Und sonst so? Wenn man durch die zahlreichen Crowdfunding-Angebote surft, findet man zahlreiche ambitionierte Nachwuchsfilm-Projekte. Erfolgreich in der Finanzierung sind die wenigsten, wie auch in anderen Crowdfunding-Kategorien in Deutschland wenig erfolgreiche Projekte zu finden sind. Auch wirkt das große Angebot an Plattformen auf mich eher unübersichtlich. Statt einem Überangebot sollte man sich vielleicht lieber zu einem großen Portal zusammenschließen, um leichter die Nutzerströme zu kanalisieren.

Ein Projekt, dass mir bei der Recherche ins Auge gefallen ist, und dass ich gerade unterstützt habe, ist Papa Gold. Was hat Regisseur und Hauptdarsteller Tom Lass richtig gemacht, um meine Aufmerksamkeit zu gewinnen? Er hat ein Trailer zu seiner Projekt-Präsentation dazugestellt, der mich überzeugt hat. Grundsätzlich sicherlich nicht unerheblich: Als Nachwuchsfilmer sollte man den möglichen Investoren und Unterstützern ein hochwertigen Filmclip bieten (vielleicht auch eine Beispielszene aus dem Film), der zeigt, wie der Film später mal aussehen könnte.

Ach ja. Und was Tom Lass natürlich auch richtig gemacht hat, um Aufmerksamkeit zu wecken: Er hat das Wort SEX in der Projektbeschreibung in Großbuchstaben geschrieben. Das zieht halt doch immer.

Bruckheimer Pitch Meeting

I love it. Oder wie Jerry Bruckheimer sagen würde: I don’t hate it.

Unterwegs mit Uwe Boll

3min.de gibt auf, aber artmetropol.tv fängt gerade erst richtig an mit WebTV. Zum Beispiel mit dieser neuen Doku mit Uwe Boll.

I like it.

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