Die richtigen Optiken für ein Filmprojekt wählen

Am Set von "Mannheim – Der Film": Blackmagic mit Zeiss-Fotooptiken.
Am Set von „Mannheim – Der Film“: Blackmagic mit Zeiss-Fotooptiken.

Die Wahl der richtigen Objektive für eine No-Budget bzw. Low-Budget-Produktion kann ermüdend sein. Wir hatten die Debatte gerade erst beim Kinofilm Mannheim. Der wurde aufgrund des kaum vorhandenen Budgets auf einer Blackmagic Production Camera gedreht. Auch wenn die Kamera ihre Tücken hat, ist so doch momentan eine der besten Preis-Leistungs-Lösung, um auf 4K zu drehen. Schwierig war dennoch die Wahl der Optiken: Teure, günstige … Fotooptiken oder 35mm-Optiken? Obwohl vor allem die Kameraassistenten sich 35mm-Optiken gewünscht hätten, da das Schärfeziehen deutlich einfacher wird, sind es am Ende vergleichsweise „preisgünstige“ Zeiss-Fotooptiken geworden. Die Frage ging wohl gemerkt nicht um die Qualität der Aufnahme oder der Objektivverarbeitung – hier konnten die Fotooptiken problemlos mit den 35mm-Optiken mithalten – am Ende ging es hauptsächlich um die Vereinfachung des Arbeitsablaufs.

Gerade, wenn man ein sehr begrenztes Budget hat, ist die Frage meiner Meinung nach, ob es sich überhaupt lohnt ein vielfaches in Technik zu investieren – wenn es wahrscheinlich ist, dass der Zuschauer später überhaupt keinen Unterschied bemerkt. Auch bei unserem Dreh war die Sorge um die Schärfe letztendlich unbegründet. Auch die zweite Sorge, dass sich die Arbeitsabläufe verlängern würden und somit kostbare Zeit verloren gehen könnte, hat sich am Ende als nicht so schlimm herausgestellt.

Meine Meinung: Wichtiger als die teuerste Ausrüstung sind das Know-How beim Einsatz. Und natürlich ein gutes Drehbuch 😉

Ähnlich sieht es das Team der RocketJump Film School, die einen interessanten und unterhaltsam Optik-Test mit einer Red One und Objektiven in unterschiedlichsten Preiskategorien durchgeführt haben (via No Film School). Dabei kamen auch die günstigen – aber guten – Canon-Festbrennweiten zum Einsatz, die ich selbst gerne bei kleineren Projekten mit der DSLR einsetze, wie das Canon EF 50mm f/1,8 und das EF-S 24 mm 1:2,8.

Hier der Optiken-Test von RocketJump Film. Könnt Ihr den unterschied zwischen dem 150 und dem 15000-$-Objektiv sehen?:

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