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Tatort, Spielfilme, Dokus: was die Mediatheken kostenlos bieten

Aktualisiert am · 3 Min. Lesezeit

Vor gut fünfzehn Jahren war es eine Nachricht, dass ein Tatort nach der Ausstrahlung im Netz abrufbar war. Heute sind die Mediatheken der Sender für viele Menschen der wichtigste Weg, Fernsehen zu sehen.

Was die Mediatheken bieten

ARD, ZDF, arte, 3sat und die dritten Programme stellen einen großen Teil ihrer Sendungen online. Dazu gehören Krimireihen wie der Tatort, Spielfilme, Serien, Dokumentationen und Reportagen. Alles ist ohne Abo und ohne Anmeldung abrufbar, finanziert über den Rundfunkbeitrag. Besonders die Mediathek von arte bietet regelmäßig Klassiker, Arthouse-Filme und Stummfilme mit neu eingespielter Musik.

Der Tatort läuft seit 1970 und ist eines der bekanntesten Angebote der ARD Mediathek. Neue Folgen sind nach der Ausstrahlung meist für einige Zeit abrufbar, ausgewählte ältere Folgen kommen immer wieder dazu.

Warum Filme wieder verschwinden

Jedes Angebot hat eine Verweildauer. Bei Eigenproduktionen der Sender ist sie oft lang, bei eingekauften Spielfilmen und Serien kurz. Der Grund sind die Rechte: Sender erwerben Lizenzen für eine bestimmte Zeit und ein bestimmtes Gebiet. Deshalb sind manche Filme nur wenige Tage online und manche aus dem Ausland gar nicht abrufbar.

Warum manche Filme erst abends erscheinen

Mediatheken unterliegen dem Jugendmedienschutz wie das Fernsehen. Filme und Folgen, die erst ab 16 Jahren freigegeben sind, dürfen in der Regel erst ab 22 Uhr abgerufen werden, Inhalte ab 18 Jahren erst ab 23 Uhr. Das betrifft auch viele Krimis. Wer tagsüber einen Tatort sucht und nur einen Hinweis findet, muss also bis zum Abend warten.

Abrufzeiten nach Altersfreigabe in den Mediatheken
Abrufzeiten nach Altersfreigabe in den Mediatheken

Neben den Sendern gibt es weitere legale Quellen für Filme ohne Abo:

  • Werbefinanzierte Streamingdienste zeigen Spielfilme und Serien mit Werbeunterbrechungen.
  • Bibliotheken bieten über Dienste wie Filmfriend Streaming für Mitglieder ohne Zusatzkosten.
  • Filmarchive stellen restaurierte Werke und historische Aufnahmen online, teils mit Einschränkungen.
  • Festivals und Kurzfilmverleihe veröffentlichen ausgewählte Kurzfilme frei im Netz.

Live-Fernsehen im Browser

Die meisten Sender bieten ihr laufendes Programm auch als Livestream an, direkt in der Mediathek. Für private Sender braucht man meist einen kostenpflichtigen Dienst oder eine Registrierung. Die Bildqualität hängt von der Verbindung ab, für HD reicht eine gewöhnliche Breitbandleitung.

Mediatheken am Fernseher

Die meisten Mediatheken gibt es nicht nur im Browser, sondern auch als App für Smart-TVs, Streaming-Sticks und Spielkonsolen. Damit sieht man Filme aus der Mediathek auf dem großen Bildschirm, ohne Kabel und ohne Laptop. Moderne Fernseher bieten außerdem über den Standard HbbTV Zugriff auf die Mediathek direkt aus dem laufenden Programm: Ein Druck auf die rote Taste der Fernbedienung öffnet das Angebot des jeweiligen Senders.

Einige Mediatheken erlauben das Herunterladen von Sendungen für unterwegs, etwa für Zugfahrten ohne stabile Verbindung. Für Filme mit kurzen Lizenzen ist das meist nicht möglich. Hier hilft nur, die Verweildauer im Blick zu behalten und rechtzeitig zu schauen.

Gemeinfreie Klassiker

Ein Sonderfall sind Filme, deren Schutzfristen abgelaufen sind. Hier lohnt ein genauer Blick, denn die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land. Warum etwa die Filme von Fritz Lang in Deutschland noch geschützt sind, erklärt der Beitrag über M – Eine Stadt sucht einen Mörder. Welche Filme legal frei verfügbar sind, beschreibt auch der Beitrag über B-Movies im Netz.

Das Angebot der ARD lässt sich direkt in der ARD Mediathek durchsuchen.

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